Cluster Mobility & Logistics Rückblick (Cluster Mobility & Logistics)

Zukunft der Transportlogistik im Zeichen neuer Antriebstechnologien

07.10.2025

5. Regensburger Verkehrskongress in der TechBase Regensburg

Am 1. Oktober 2025 fand der 5. Regensburger Verkehrskongress im Innovationszentrum TechBase Regensburg statt. Die Veranstaltung, organisiert vom Cluster Mobility & Logistics in Kooperation mit der TechBase, widmete sich unter dem Titel „Digitalisierung und alternative Antriebe – Auswirkungen auf die Transportlogistik“ aktuellen Entwicklungen rund um nachhaltige Technologien und digital gestützte Lösungen im Verkehrssektor.

Das Programm eröffnete Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der TechBase, gefolgt von Grußworten von Staatsminister Christian Bernreiter (per Videobotschaft) und der Regensburger Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft – darunter Saskia Reuter (aluco GmbH), Prof. Dr. Hans-Peter Rabl (OTH Regensburg), Robert Praschl (Logistikinitiative Regensburg e.V.) und Andreas Weinhut (Weinhut GmbH) – vertiefte die Kongressthemen in praxisnaher Perspektive.

Am Nachmittag standen drei Fachvorträge im Mittelpunkt, die innovative Ansätze und Technologien für eine nachhaltige Transportlogistik beleuchteten:

  • Bernhard Wasner von der Paul Nutzfahrzeuge GmbH stellte in seinem Vortrag „H2- & BEV-LKW – Innovative Lösungen für den Transport der Zukunft“ verschiedene Antriebstechnologien gegenüber. Dabei betonte er, dass Wasserstoff- und Batterieantriebe je nach Einsatzzweck komplementär zum Einsatz kommen sollten. Anhand des Projekts PH2P® zeigte er praxiserprobte Fahrzeuge für den KEP-Dienst, Kühltransporte oder den Werksverkehr, die bereits über eine Million Kilometer gefahren sind. Technisch basiert das System u. a. auf Brennstoffzellen von Toyota und Antrieben von Voith.
  • Georg Berberich von REICHHART Logistik beleuchtete die Rolle von Biomethan als alternativer Kraftstoff im Kontext zunehmender Anforderungen an die CO₂-Reduktion. REICHHART setzt Biomethan der 2. Generation (aus Reststoffen) in seiner LKW-Flotte ein und zeigte auf, wie diese Technologie im Vergleich zu E- und H₂-LKWs wirtschaftlich und betrieblich konkurrenzfähig ist. Praxisbeispiele – etwa Transporte für LKQ, BMW oder Airbus – verdeutlichten das Potenzial für CO₂-neutrale Transporte schon heute.
  • Dominik Ashkar von der E-Works Mobility GmbH unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung vertikaler Integration entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Elektromobilität – von der Batteriezelle über die Software bis zur Cloud. Er argumentierte, dass Europa nur durch Systemkompetenz in zentralen Komponenten wie Batterie-Management, Softwareintegration oder Telematik wettbewerbsfähig bleiben kann. Die von E-Works entwickelten leichten Nutzfahrzeuge sind bereits europaweit im Einsatz und zeichnen sich durch hohe Energieeffizienz und modulare Architektur aus.

Parallel zur Vortragsreihe präsentierten sich in einer begleitenden Fachausstellung Unternehmen wie E-Works Mobility GmbH und REICHHART Logistik sowie das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Transformationsnetzwerk transform.r. Die Ausstellung bot Teilnehmenden die Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung mit Lösungsanbietern im Bereich alternativer Antriebe, Logistik-IT und Fahrzeugtechnik.

Der Verkehrskongress bot nicht nur fundierte Informationen zu neuen Technologien, sondern auch praxisnahe Einblicke in laufende Transformationsprozesse der Mobilitäts- und Logistikbranche. Die Veranstaltung zeigte klar: Die Zukunft der Transportlogistik ist vielfältig, technologieoffen – und beginnt jetzt.

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