Cluster Mobility & Logistics

Förderaufruf Driving Urban Transitions Partnership (BMFTR)

02.09.2026

DUT-Call 2026 - 15-minute City Transition Pathway (15mC TP)

Förderaufruf innerhalb der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Dieser Förderaufruf erfolgt unter der Rahmenbekanntmachung zur Förderung von Projekten innerhalb der Driving Urban Transitions Partnership (DUT) im Rahmen des aktuellen Energieforschungsprogramms, der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ und der Hightech Agenda Deutschland. Die Rahmenbekanntmachung stellt die Grundlage für diesen Förderaufruf dar und beschreibt die Förderbedingungen für deutsche Antragstellende, die sich auf eine Ausschreibung der DUT bewerben möchten. Die aktuelle transnationale Ausschreibung ist der DUT Call 2026, der die Grundlage für die Einreichung der transnationalen Verbundanträge darstellt. Dieser Förderaufruf definiert das Thema im 15-minute City Transition Pathway, für das deutsche Antragstellende im Jahr 2026 pre-proposals (Skizzen) bzw. 2027 full-proposals (Anträge) für den DUT Call 2026 einreichen können.

Was wird gefördert?

Dieser Förderaufruf bezieht sich nur auf den 15-minute City Transition Pathway (15mC TP) des DUT Call 2026. Der Positive Energy Districts Transition Pathway (PED TP) wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Der Circular Urban Economies Transition Pathway (CUE TP) wird von deutscher Seite zurzeit nicht gefördert.

Gefördert werden angewandte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zur Erforschung, Entwicklung und Erprobung von Methoden, Prozessen und Lösungen beitragen, die auf eine verbesserte Erreichbarkeit und Konnektivität beginnend auf Quartiersebene abzielen und damit den Übergang zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität unterstützen.

Für antragstellende Organisationen aus Deutschland ist die Teilnahme am folgenden Thema (Topic) des 15-minute City Transition Pathway (15mC TP) der aktuellen Ausschreibung (DUT-Call 2026) möglich:

15minC Topic 2: Align ambitions for mobility transitions across sectors.

Ziel ist es, für die „Stadt der kurzen Wege“ forschungsbasierte Strategien zu entwickeln, mit denen nachhaltiger städtischer Verkehr für alle Menschen günstiger und attraktiver gestaltet werden kann. Dafür sollen die bereits bestehenden Anstrengungen einzelner öffentlicher Arbeitgeber und privater Unternehmen, den durch sie generierten (Pendel-)Verkehr nachhaltiger zu gestalten, koordiniert und mit der nötigen Infrastruktur unterstützt werden. Im Kern geht es um die Entwicklung einer Mobilitätskultur, die geteilte, aktive und/oder nicht motorisierte Verkehrsmöglichkeiten wie ÖPNV, Radfahren, Zu-Fuß-Gehen oder Fahrgemeinschaften priorisiert. Private und öffentliche Organisationen sollen dazu gemeinsam mit Verwaltungen und Verkehrsanbietern die Herausforderungen identifizieren und in langfristig angelegter vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen den Sektoren Perspektiven erarbeiten. Diese sektorübergreifenden Partnerschaften sollen einen aktiven Beitrag zu lokalen Mobilitätsstrategien leisten.

Projektvorschläge können außerdem die gemeinsame und vielfältige Nutzung öffentlicher, privater und halb-öffentlicher Räume und Infrastrukturen wie Parkplätze, Ladestationen, Logistikeinrichtungen oder Fahrzeugflotten und entsprechende tragfähige Geschäftsmodelle untersuchen.

Ein weiteres Feld, zu dem Projektvorschläge willkommen sind, sind die Auswirkungen von Änderungen in Organisation und Ort von Arbeit: Welchen Beitrag können z.B. hybride Arbeit, Satellitenbüros oder Coworking Spaces durch verringerte Pendelfrequenz, kürzere Wege und entzerrte Verkehrsspitzen zur Verwirklichung der 15-Minuten-Stadt leisten? Welche Möglichkeiten bieten sie in benachteiligten Gebieten oder in der Peripherie? Mit erfasst werden sollen hierbei die Pendelmuster, Lenkungs- und Kostenstrukturen, Anreizsysteme und die Folgen von geänderten Arbeitsregelungen auf die Städte bzw. städtischen Verkehrssysteme.

Wie wird gefördert?

Die Rechtsgrundlagen, Zuwendungsvoraussetzungen, Einzelheiten des Verfahrens, sonstige Randbedingungen sowie Ansprechpartner sind der „Rahmenbekanntmachung zur Förderung von Projekten innerhalb der Driving Urban Transitions Partnership (DUT)“ vom 12.10.2023 zu entnehmen. Gegenstand der Förderung ist angewandte Grundlagen- und Innovationsforschung. Es gilt das zweistufige Verfahren der Rahmenbekanntmachung:

In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 17. November 202613:00 CET zunächst pre-proposals (Skizzen) in elektronischer Form vorzulegen.

In der zweiten Verfahrensstufe sind bis spätestens 15. April 2027 13:00 CEST full proposals (Anträge) in elektronischer Form vorzulegen.

Alle Fristen sind dem DUT Call 2026 zu entnehmen.

Die Projekte werden im Wege der nicht rückzahlbaren Zuwendung mit maximal 350.000 Euro je deutscher antragstellender Organisation mit einer Laufzeit von in der Regel bis zu 36 Monaten gefördert. Der Mindestbetrag je Partner beträgt 100.000 Euro. Falls eine Organisation die Koordination des Verbunds übernimmt, kann die Förderung bis zu 400.000 Euro betragen. Es können bis zu zwei deutsche Antragsstellende an einem Verbundprojekt teilnehmen. Die deutschen Partner eines Verbundes werden insgesamt mit bis zu max. 500.000 Euro gefördert. Weitere Angaben zu den transnationalen und nationalen Förderkriterien finden sich im DUT Call 2026 (Annex A Specific Funding Agencies’ Budgets and Rules of Eligibility).

Wer wird gefördert?

Der vorliegende Aufruf richtet sich primär an Verbundvorhaben. Einzelheiten zur Antragsberechtigung sind der Rahmenbekanntmachung zu entnehmen.

Der Einbindung von deutschen Praxispartnern (wie z.B. Kommunalverwaltungen, Unternehmen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen) wird besondere Bedeutung zugemessen. Sie können sich als koordinierender Antragsteller, als Antragsteller für ein Teilprojekt oder als Kooperationspartner beteiligen.

Kontakt und weitere Informationen

Ansprechpartner ist der DLR Projektträger, Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit:

Dr. Konstanze Ameskamp, Telefon: +49 228 3821 2608, E-Mail: E-Mail: konstanze.ameskampdlr.de 

Dr. Carmen Richerzhagen, Telefon: +49 228 3821-2090, E-Mail: E-Mail: Carmen.Richerzhagendlr.de 

Grundlegende Informationen zur Förderung des BMFTR im Rahmen der DUT Partnerschaft finden Sie unter https://www.fona.de/de/massnahmen/foerdermassnahmen/DUT.php.

Hinweis:

Dies ist ein formloser Förderaufruf auf Grundlage der Rahmenbekanntmachung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (damals Bundesministerium für Bildung und Forschung) zur Förderung von Zuwendungen. Die Bestimmungen dieser Rahmenbekanntmachung finden auf eingereichte pre-poposals und full proposals unverändert Anwendung.

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