Der Zugang zu Fördermitteln für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) ist komplex – und wird zunehmend zum strategischen Wettbewerbsfaktor. In unserem Webinar am 21. Juli verschafften wir Unternehmen mit wenig Förder-Erfahrung einen strukturierten Überblick über die Instrumente auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Jesper Spangenberg von der Werter GmbH führte zunächst in den militärischen Beschaffungsprozess in Deutschland ein, bevor er die relevanten Förderinstrumente systematisch einordnete: auf Landesebene Defence Cluster sowie länderspezifische Gesetze und Initiativen, auf Bundesebene Förder- und Innovationskredite der KfW sowie Angebote einzelner Bundesministerien, auf EU-Ebene spezifische Programme und weitere Förderquellen. Deutlich wurde dabei: Dual-Use-Anwendungen gewinnen an Bedeutung, gleichzeitig eröffnen sich zunehmend Förderwege auch für reine Rüstungsvorhaben, etwa über die KfW. Unter anderem bei der KfW rückt zudem ESG-Compliance in den Mittelpunkt – Nachhaltigkeitsvorgaben und ethische Fragestellungen sind bei der Antragstellung mitzudenken. Spangenberg riet Unternehmen der SVI, gezielt Expertise im Bereich Fördermittelbeantragung aufzubauen, eine klare Fördermittelstrategie zu entwickeln, und dabei über die Grenzen des eigenen Bundeslandes hinaus sowie international zu denken, um Synergien zu nutzen. Netzwerke wie Sicherheits- und Verteidigungscluster helfen Unternehmen, sich in diesem hoch dynamischen regulatorischen und politischen Umfeld zu positionieren.
Die Veranstaltung organisierten wir in enger Kooperation mit dem Rüstungscluster Niedersachsen. Weitere Termine der Reihe Fördermittel kompakt | Edition Sicherheit veröffentlichen wir auf unserer Website und in unserem Newsletter.
HINWEIS
Die Veranstaltung ist Teil der Transformationsnetzwerke der Bundesregierung (Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWE). Das Regensburger Projekt transform.r unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung des Strukturwandels in der Automobilindustrie.

